Virtueller PC

Vor kurzem hat VMware seinen neuen VMware Player herausgebracht. Mit dieser Software ist es möglich, wärend ein Windows Betriebssystem läuft, ein weiteres Betriebssystem auf einer virtuellen Maschine zu starten. Das Ganze ist vom Prinzip her nichts neues und gibt es schon seit mehreren Jahren. Der einzige Unterschied zur teuren VMware Workstation ist, dass der VMware Player Freeware ist. Dafür kann man das Betriebssystem auf dem virtuellen PC nicht selber installieren. Es gibt vorgefertigte Maschinen welche man sich im Netz herrunterladen kann. Ich habe mir zum Testen ein Ubuntu Linux und ein SUSE Linux Enterprise Server herruntergeladen. Beide Paket sind gepackt etwa 700 MB groß und bringen entzippt circa 1.7 GB auf die Platte. Nach dem Entpacken startet man den VMware Player und öffnet das Paket. Daraufhin fährt der Player den virtuellen PC hoch. Hier einige Screenshorts vom Ubuntu Linux:

Das System fährt hoch... Startstartprozess des Kernels
Anmeldeprozess startet Oberfläche
OpenOffice startet, Ansicht des Menüs Dateisystem/OpenOffice Calc
Firefox ist auch dabei Herunterfahren

Da der virtuelle PC auch auf die vorhanden reale Hardware zugreifen kann, ist es auch möglich mit dem virtuellen PC in das Netzwerk es realen PCs einzusteigen. So kann man zum Beispiel sicher mit einem Linux System im Netz surfen. (Nach außen ist nur der virtuelle PC erkennbar!!, ich habe es selbst getestet.) Es gibt auch ein mini Ubuntu Paket, welches mit circa 10 MB gerade einmal den Firefox und eine grafische Oberfläche beinhaltet und somit eine gute Alternatvie für nur Surfer bietet.

Nun möchte ich mich noch kurz dem “SUSE Linux Enterprise Server”-Paket zuwenden. Leider war es mir nicht möglich das Paket zu booten. Zwar startet der Kernel, allerdings sobald die Getty Prozesse starten, bekommt man ein sehr seltsames Bild zu Gesicht und kann keine Eingaben auf der Konsole tätigen. Hier auch davon einige Screenshorts:

Bootvorgang Standartlinux Ladeprozess
Und nun geht leider nichts mehr.... hier sieht es mal etwas anders aus, gehen tut aber nichts

Ich werde mich demnächst nochmals mit dem SUSE Paket beschäftigen und über Erfolg oder Misserfolg berichten.
Zu bemerken ist das, trotzdem man das Systeme nicht voll konfigurieren kann, Einstellungen und angelegte Dateien nach dem Reboot der virtuellen Maschine noch vorhanden sind. Sie werden im Ordner, in dem das Paket liegt, in einer separaten Datei gespeichert. Eines sollte man aber bei dem ganzen Spaß nicht vergessen, ein virtueller Rechner braucht auch reale Ressourcen und das nicht gerade wenig. Das ganze ist also nur für PC geeignet, welche über ausreichend Prozessorleistung und vor allem Arbeitsspeicher verfügen.

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