Asus Z9201T: Virtualisierung Teil 3

Die Virtualisierungssoftware Virtual PC stammt ursprünglich aus dem Haus Connectix, welches inzwischen vom Softwareriesen Microsoft aufgekauft wurde. Auch Microsoft möchte wohl ein Stück vom Kuchen des boomenden VM-Marktes abhaben und gibt Virtual PC 2004 kostenlos an die Endnutzer ab. Virtual PC unterstützt offiziell Windows 2000 und XP Professionell als Hostbetriebssystem. Allerdings lässt es sich auch unter Windows XP Home Edition (auf dem Asus Z9201T vorinstalliert) installieren, gibt dabei aber eine Meldung aus, dass der Betrieb mit XP Home nicht „supportet“ ist. Als Gastsystem nimmt Virtual PC unter anderem alle gängigen Windows Betriebssystem und OS/2 Distributionen auf. Als die Software noch von Connectix vertrieben wurde, wurden unter anderem auch noch die Systeme Linux, NetWare und Solaris unterstützt. Inoffiziell sollen diese Systeme auch in Virtual PC 2004 noch laufen, allerdings unterstützt Microsoft diese offiziell eben nicht. Virtual PC kann kostenlos auf der Internetseite von Microsoft herunter geladen werden. Im Gegensatz zum VMware Server steht es auch in Deutscher Sprache zur Verfügung.

Die Einrichtung der Software erfolgt problemlos innerhalb weniger Minuten, inklusive eines notwendigen Reboots. Danach kann man bereits einen virtuellen PC einrichten. Ein Assistent unterstützt den User bei der Einrichtung. Ähnlich wie beim VMware Server werden hier Name der Maschine, zu installierendes System und Systemparameter abgefragt. Auch Virtual PC verwendet eine Datei auf der Festplatte, welche die Festplatte der virtuellen Maschine abbildet. Nach der Einrichtung kann mit der Installation des Gast-Betriebssystems begonnen werden.

Praxistest:

Auch in diesem Artikel soll es nicht nur um Theorie gehen. Unter Virtual PC habe ich ebenfalls versucht ein Windows 98 und Linux 10.1 zu installieren. An dem Wort „versucht“ kann man schon erkennen, dass ich wohl gescheitert bin. Zumindest an der Installation von SuSe Linux 10.1 und 10.0. Die Vorbereitung der Installationsroutine dauerte bei mir gut eine halbe Stunde, ein Vorgang der sonst nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. Als dann endlich der Installationsassistent auf dem Bildschirm erschien, konnte er, bei der Auswahl der Installationsquelle, das DVD-Laufwerk nicht finden. Wenn jemand eine Lösung kennt, freue ich mich sehr über einen Kommentar.
Die Installation von Windows 98 hingegen verlief ohne Probleme. Das System lief stabil und auch die Berechnung von PI mit 1 Mio. Nachkommastellen verlief mit 1:14min sehr flott. Der Datenaustausch zwischen echtem und virtuellem PC geht unter Virtual PC etwas leichter von der Hand. So kann man in den Einstellungen der virtuellen Maschine Ordner des Hostsystems als Netzlaufwerk in das Gastsystem einhängen. Diese Funktion wird aber wohl nur unter Windows als Gastsystem funktionieren.

Screenshots der Einrichtung: Step by Step

Windows 98 (47 Pics)
Win98
Linux (19 Pics)
Linux

Abschlussfazit:

Wie vermutet ist das Asus mit seiner üppigen Hardwareausstattung auch für den etwas ungewöhnlichen Einsatz von Virtualisierungssoftware geeignet. Sowohl der VMware Server 1.0 als auch Virtual PC 2004 liefen stabil ohne das Notebook an seine Grenzen zu bringen. Das Arbeiten mit virtuellen Maschinen kann den Arbeitalltag eines Entwicklers sehr erleichtern. Aber auch Otto-Normal-Anwender kann davon profitieren, zumal ihm mit den beiden getesteten Programmen 2 gute Systeme kostenlos zur Verfügung stehen.

3 Reaktionen zu “Asus Z9201T: Virtualisierung Teil 3”

  1. Christoph

    Hey Nico!

    Wirklich schöne Artikel über die einzelnen VMs! Vielleicht kommst du ja auch noch dazu, die open-source-Varianten ein wenig zu testen (sprich also hauptsächlich qemu und bochs). Sind vielleicht nicht ganz so leicht einzuricheten, mich würden aber die Performanceunterschiede zu den closed-source-Varianten intererssieren :)

  2. pc-nICo

    Ursprünglich war der Artikel auch über 4 Teile geplannt. Qemu für Windows sollte der vierte Teil werden. Hab dann aber aus zeitgründen darauf verzichtet…

    Bisher habe ich ja auf meinem PC schon gute Erfahrungen mit Qemu gemacht. (Leider habe ich es immernoch nicht hinbekommen KQEMU zum laufen zu bringen…)
    Die Fotos von meinen Versuchen mit Qemu liegen schon seit Ewigkeiten Online, aber leider habe ich es noch nicht geschaft mal einen Artikel dazu zu schreiben.
    http://picasaweb.google.com/bikebau

  3. Christoph

    Naja, vielleicht kann ich das ja auch mal selber machen, sofern ich Zeit dafuer finde…

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